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Eine gemeinsame Aktion deutscher Umweltverbände, darunter BUND, BBU, Deutscher Naturschutzring, EUROSOLAR, Forum Umwelt und Entwicklung, Germanwatch, Grüne Liga, NABU, Robin Wood, urgewald und WWF. In Brüssel basteln Politiker und Bürokraten zur Zeit an einer Verfassung für die Europäische Union. Der gegenwärtige Entwurf sieht dabei auch die Förderung der unverantwortlichen Atomenergie vor: der Euratom-Vertrag, ein Relikt aus den Jugendjahren der Europäischen Staatengemeinschaft, soll - so schlägt das Präsidium des eigens für die Verfassungsdiskussion eingerichteten "EU-Konvents" vor - weitgehend unverändert erhalten bleiben. Helfen Sie uns, dies zu verhindern, indem Sie heute noch eine Protest-eMail an Außenminister Fischer und die übrigen deutschen Mitglieder des EU-Konvents schicken. Protestieren Sie HIER
Der EURATOM - Vertrag wurde vor 45 Jahren als einer der Gründungsverträge der späteren EU zur Förderung der Atomkraft verabschiedet und ist seit seinem Inkrafttreten unverändert geblieben: Er ist undemokratisch, weil sowohl nationale Parlamente als auch das Europäische Parlament bei allen Entscheidungsabläufen ausgeschlossen sind. Er ist ideologisch überholt: Gegenwärtig planen nur 4 der 15 jetzigen EU Mitgliedsstaaten eine Fortsetzung der Atomkraftnutzung. Diese Mehrheit gegen Atomkraftnutzung ändert sich auch nicht nach der EU Erweiterung. Er ist unverantwortlich: Der Vertrag enthält keinerlei Bestimmungen zu Anlagensicherheit, Entsorgung und Endlagerung oder zu Bauweise und Betrieb von Anlagen, nicht einmal europäisch einheitliche Sicherheitsstandards existieren. Dieser Vertrag soll jetzt Teil einer europäischen Verfassung werden! Das Präsidium des EU-Konvents hat seinen "Vorschlag für das Vorgehen in Bezug auf den Euratom-Vertrag" (CONV 621/03) vorgelegt, der vorsieht Euratom unverändert, in Form eines Protokolls in die europäische Verfassung aufzunehmen. Das würde bedeuten, dass die EU und die Mitgliedsstaaten (also auch Deutschland) sich dazu verpflichten, die Atomkraft ohne demokratische Kontrolle durch nationale Parlamente (z.B. den Bundestag) oder das europäische Parlament zu fördern. Die Atomindustrie würde weiterhin eine EU-Sonderwirtschaftszone bleiben mit einseitigen finanziellen Vorteilen, z.B. durch die dann weiter bestehende Trennung des Atom-Forschungsbudgets von den anderen Forschungsprogrammen der EU oder die billigen Finanzquellen (d.h. Subventionen) für Atomenergie durch die Euratom-Kreditagentur. Der Vorschlag
des Präsidiums ist aus umwelt-, europa-, energie- und wirtschaftspolitischer
Sicht abzulehnen. Euratom ist unzugänglich für die europäische
Bevölkerung und eine nachteilige Hypothek für ein neues Europa,
und nicht zuletzt für potentielle Referenden in den Nationalstaaten.
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